Gratis KI-Check
★ Neu · KI-Sichtbarkeit

Reicht es, nur für ChatGPT sichtbar zu sein?

Tom Höll·17. September 2026·6 Min Lesezeit
Symbolbild — mehrere KI-Suchsysteme als leuchtende Panels über einem Laptop, dunkler YVision-Look mit amber Lichtakzent.

Nein. Fünf Systeme prägen die KI-Suche mittlerweile mit jeweils eigener Logik, wen sie zitieren: ChatGPT, Google AI Overviews, Gemini, Perplexity und Copilot. ChatGPT hat innerhalb eines Jahres rund ein Viertel seines Marktanteils verloren — an Gemini, Copilot und Perplexity. Wer nur für ChatGPT optimiert, baut auf einem schrumpfenden Fundament. Der bessere Weg: Struktur, Fakten und Klarheit, die auf allen fünf Plattformen zugleich wirken.

Ein Viertel Marktanteil weg. In einem Jahr. So viel hat ChatGPT laut aktuellen Marktdaten verloren: 86,7 % KI-Suchmarktanteil im Jänner 2025, 60,7 % heute (Quelle: Cite Solutions, Marktdaten-Auswertung, Stand April 2026). Gemini ist im selben Zeitraum von 5,7 % auf 21,5 % gesprungen — der größte Aufsteiger im Markt.

Die meisten Betriebe, mit denen ich rede, haben genau ein Ziel: „Wir wollen in ChatGPT vorkommen." Verständlich — ChatGPT war lange gleichbedeutend mit KI-Suche. Aber wer heute noch so denkt, optimiert für einen Markt, den es in dieser Form nicht mehr gibt.

Fünf Systeme, fünf verschiedene Logiken

Google AI Overviews laufen mittlerweile in einem Viertel aller Google-Suchen mit, ganz ohne dass jemand danach fragt — die Reichweite ist damit riesig, auch wenn kaum jemand bewusst „Google AI" nutzt. Perplexity ist klein, aber nennt in 97 % seiner Antworten die Quelle — die höchste Zitierrate am Markt. Copilot hängt am Bing-Index und wird in vielen Betrieben schlicht übersehen, obwohl er über Microsoft-Produkte breit verteilt ist.

Jedes dieser Systeme wählt seine Quellen anders aus. Was dich bei Perplexity zitierfähig macht, bringt bei ChatGPT nicht automatisch dieselbe Erwähnung. Genau das macht „nur für ChatGPT optimieren" zu einer riskanten Wette.

Fünf Systeme. Fünf verschiedene Logiken, wen sie überhaupt zitieren.

Warum die Verschiebung mehr ist als eine Randnotiz

Ein Marktanteilsverlust von einem Viertel in zwölf Monaten ist kein Rauschen, sondern eine strukturelle Verschiebung. Nutzer probieren mehrere Systeme aus, Unternehmen bauen KI-Funktionen in bestehende Produkte ein (Copilot in Microsoft 365, Gemini in Google Workspace), und die Gewohnheiten verändern sich entsprechend schnell. Eine Sichtbarkeits-Strategie, die vor einem Jahr noch ausreichte, deckt heute nur noch einen Teil der Anfragen ab.

Das gemeinsame Fundament statt fünf getrennter Strategien

Meine Erfahrung aus der Praxis: Die Betriebe, die aktuell sichtbar sind, haben nicht auf eine einzige Plattform gewettet. Sie haben ihre Inhalte so gebaut, dass jede KI sie lesen und zitieren kann — klare Fakten, klare Struktur, die Antwort zuerst statt am Ende.

Vier Hebel wirken dabei plattformübergreifend:

  1. Antwort zuerst. Die Kernaussage in den ersten Sätzen — unabhängig davon, welches System den Inhalt liest.
  2. Belegte Fakten statt Werbesprache. Konkrete Zahlen, Quellen, nachprüfbare Aussagen.
  3. Saubere Struktur. Klare Überschriften als echte Fragen, Schema-Markup, eindeutige Entität.
  4. Regelmäßigkeit. Alle fünf Systeme bevorzugen dauerhaft aktive, konsistent auffindbare Quellen gegenüber Eintagsfliegen.

Das ist kein Fünf-Kanäle-Aufwand. Es ist ein Fundament, das überall funktioniert — und das man einmal baut, nicht fünfmal.

Was das für deine Sichtbarkeits-Strategie heißt

Prüf regelmäßig, in welchen Systemen dein Betrieb tatsächlich auftaucht — nicht nur in ChatGPT. Ein einfacher Test: Stell dieselbe Frage, mit der ein Kunde dich suchen würde, in mehreren KI-Systemen. Wer dort systematisch fehlt, weiß jetzt, wo die Arbeit anfängt.

Häufige Fragen

Wie viel Marktanteil hat ChatGPT bei der KI-Suche verloren?
Laut Marktdaten von Cite Solutions (Stand April 2026) fiel der KI-Suchmarktanteil von ChatGPT von 86,7 % im Jänner 2025 auf 60,7 % heute — ein Rückgang von rund einem Viertel innerhalb eines Jahres. Gemini legte im selben Zeitraum von 5,7 % auf 21,5 % zu.
Reicht es, nur für ChatGPT zu optimieren?
Nein. Fünf Systeme prägen die KI-Suche mit jeweils eigener Logik: ChatGPT, Google AI Overviews, Gemini, Perplexity und Copilot. Wer nur auf ChatGPT setzt, optimiert für einen schrumpfenden Anteil des Marktes und übersieht die vier anderen Wege, über die Kunden inzwischen suchen.
Wie oft nennt Perplexity seine Quellen?
Perplexity ist zwar klein, nennt aber in 97 % seiner Antworten die Quelle — die höchste Zitierrate am Markt. Für Betriebe mit sauber strukturierten Inhalten ist das eine der zuverlässigsten Plattformen, um überhaupt sichtbar zu werden.
Wie optimiere ich für mehrere KI-Suchsysteme gleichzeitig?
Über ein gemeinsames Fundament statt fünf getrennter Strategien: klare Fakten, saubere Struktur, die Antwort zuerst statt am Ende. Diese Grundlagen wirken plattformübergreifend, weil alle fünf Systeme dieselbe Art von maschinenlesbarem Inhalt bevorzugen — auch wenn sie unterschiedliche Quellen auswählen.
Tom Höll — Gründer & Kreativdirektor, YVision.StudioSichtbar in KI. Unvergesslich für Menschen. Daran arbeite ich: Ich mache KMU im DACH-Raum sichtbar — bei Menschen und in den KIs, die immer öfter entscheiden, wer empfohlen wird. Mein Vorsprung: Sichtbarkeits-Strategie, Content-Analyse und KI als Hebel — dazu ein filmisches Gespür für Geschichten, die hängenbleiben, statt generischer KI-Bilder.
Symbolbild — KI-Sichtbarkeit (AEO), dunkler YVision-Look mit amber Lichtakzent.KI-Sichtbarkeit
KI-Sichtbarkeit
Wie wird mein Betrieb in ChatGPT, Perplexity & Google AI gefunden?
7 Min
Symbolbild — ein warm beleuchtetes Berg-Gasthaus, dunkler YVision-Look mit amber Lichtakzent.KMU-Marketing
KMU-Marketing
Warum warnt die ÖHV vor der KI-Hotelsuche?
6 Min
Blog
Übersicht
Alle Beiträge im Blog
Blog & Wissen
Zurück zum Blog
Kein Pitch. Kein Druck.

Lass uns dein Feuer entfachen.

20 Minuten · Tom persönlich · Kein Pitch · Kein Druck