Reicht es, nur für ChatGPT sichtbar zu sein?
Nein. Fünf Systeme prägen die KI-Suche mittlerweile mit jeweils eigener Logik, wen sie zitieren: ChatGPT, Google AI Overviews, Gemini, Perplexity und Copilot. ChatGPT hat innerhalb eines Jahres rund ein Viertel seines Marktanteils verloren — an Gemini, Copilot und Perplexity. Wer nur für ChatGPT optimiert, baut auf einem schrumpfenden Fundament. Der bessere Weg: Struktur, Fakten und Klarheit, die auf allen fünf Plattformen zugleich wirken.
Ein Viertel Marktanteil weg. In einem Jahr. So viel hat ChatGPT laut aktuellen Marktdaten verloren: 86,7 % KI-Suchmarktanteil im Jänner 2025, 60,7 % heute (Quelle: Cite Solutions, Marktdaten-Auswertung, Stand April 2026). Gemini ist im selben Zeitraum von 5,7 % auf 21,5 % gesprungen — der größte Aufsteiger im Markt.
Die meisten Betriebe, mit denen ich rede, haben genau ein Ziel: „Wir wollen in ChatGPT vorkommen." Verständlich — ChatGPT war lange gleichbedeutend mit KI-Suche. Aber wer heute noch so denkt, optimiert für einen Markt, den es in dieser Form nicht mehr gibt.
Fünf Systeme, fünf verschiedene Logiken
Google AI Overviews laufen mittlerweile in einem Viertel aller Google-Suchen mit, ganz ohne dass jemand danach fragt — die Reichweite ist damit riesig, auch wenn kaum jemand bewusst „Google AI" nutzt. Perplexity ist klein, aber nennt in 97 % seiner Antworten die Quelle — die höchste Zitierrate am Markt. Copilot hängt am Bing-Index und wird in vielen Betrieben schlicht übersehen, obwohl er über Microsoft-Produkte breit verteilt ist.
Jedes dieser Systeme wählt seine Quellen anders aus. Was dich bei Perplexity zitierfähig macht, bringt bei ChatGPT nicht automatisch dieselbe Erwähnung. Genau das macht „nur für ChatGPT optimieren" zu einer riskanten Wette.
Fünf Systeme. Fünf verschiedene Logiken, wen sie überhaupt zitieren.
Warum die Verschiebung mehr ist als eine Randnotiz
Ein Marktanteilsverlust von einem Viertel in zwölf Monaten ist kein Rauschen, sondern eine strukturelle Verschiebung. Nutzer probieren mehrere Systeme aus, Unternehmen bauen KI-Funktionen in bestehende Produkte ein (Copilot in Microsoft 365, Gemini in Google Workspace), und die Gewohnheiten verändern sich entsprechend schnell. Eine Sichtbarkeits-Strategie, die vor einem Jahr noch ausreichte, deckt heute nur noch einen Teil der Anfragen ab.
Das gemeinsame Fundament statt fünf getrennter Strategien
Meine Erfahrung aus der Praxis: Die Betriebe, die aktuell sichtbar sind, haben nicht auf eine einzige Plattform gewettet. Sie haben ihre Inhalte so gebaut, dass jede KI sie lesen und zitieren kann — klare Fakten, klare Struktur, die Antwort zuerst statt am Ende.
Vier Hebel wirken dabei plattformübergreifend:
- Antwort zuerst. Die Kernaussage in den ersten Sätzen — unabhängig davon, welches System den Inhalt liest.
- Belegte Fakten statt Werbesprache. Konkrete Zahlen, Quellen, nachprüfbare Aussagen.
- Saubere Struktur. Klare Überschriften als echte Fragen, Schema-Markup, eindeutige Entität.
- Regelmäßigkeit. Alle fünf Systeme bevorzugen dauerhaft aktive, konsistent auffindbare Quellen gegenüber Eintagsfliegen.
Das ist kein Fünf-Kanäle-Aufwand. Es ist ein Fundament, das überall funktioniert — und das man einmal baut, nicht fünfmal.
Was das für deine Sichtbarkeits-Strategie heißt
Prüf regelmäßig, in welchen Systemen dein Betrieb tatsächlich auftaucht — nicht nur in ChatGPT. Ein einfacher Test: Stell dieselbe Frage, mit der ein Kunde dich suchen würde, in mehreren KI-Systemen. Wer dort systematisch fehlt, weiß jetzt, wo die Arbeit anfängt.
Häufige Fragen
Wie viel Marktanteil hat ChatGPT bei der KI-Suche verloren?
Reicht es, nur für ChatGPT zu optimieren?
Wie oft nennt Perplexity seine Quellen?
Wie optimiere ich für mehrere KI-Suchsysteme gleichzeitig?
KI-Sichtbarkeit
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20 Minuten · Tom persönlich · Kein Pitch · Kein Druck